Bewerbung zur Kuration des deutschen Pavillons bei der Architekturbiennale Venedig 2027
Ort: Venedig
Jahr: 2026
Team IFUB*: Merle Sudbrock, Johannes Krohne, Bernhard Kurz
Zusammen mit: Norbert Graeser, Christina Patz
Für den deutschen Pavillon bei der Architekturbiennale in Venedig werden alle zwei Jahre neue Kurator*innen gesucht. Die Bewerbung vom IFUB* zusammen mit Norbert Gräser und Christina Patz stand dabei unter dem Motto:
Vier Begriffe und ein Aufruf waren die Basis des Konzepts:
COMMON SENSE - Gemeinsinn ist der Leitfaden guter Baukultur.
COMMON GROUND - Boden ist Allgemeingut, keine Ware.
COMMONS - Allgemeingüter müssen für alle dauerhaft zugänglich sein.
COMMON GOOD - Architektur und Boden müssen dem Gemeinwohl dienen.
C´MON!
Ein Aufruf an alle Besuchenden: Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, Architektur wieder im Sinne des Gemeinwohls zu gestalten und zu nutzen und für die zukünftigen Generationen zu sichern.
Symbolisch bedeckt ein
den Pavillon - eine weiße Fläche, mit schwarzen Linien unterteilt in „Grundstücke“ - verkauft, abgegrenzt, nicht zugänglich. Jeden Tag zerlegen wir ein Stück des Plans, und verteilen ein Stück dieses Allgemeinguts Boden an die Besuchenden. Dies geschieht in Form eines Pflanzwürfels zusammen mit Samen, einer symbolischen Vision für die Zukunft und als Aufforderung zum Mitmachen. Unter dem weißen Plan kommt ein bunter, kleinteiliger, zirkulärer Fliesenboden zum Vorschein. Der freigelegte Bereich ist nun frei zugänglich und bietet Platz für die Besuchenden. Am Ende der Biennale ist der gesamte weiße Boden an die Besuchenden verteilt, also der Boden und die Architektur symbolisch der Allgemeinheit zurückgegeben.
sah vor, dass in den nach und nach frei werdenden Räumen im Rahmen von Workshops und Vorträgen den Besuchenden eine Architektur für das Gemeinwohl aber auch Möglichkeiten zum wirksam werden aufgezeigt werden sollten:
Was sind „Commons“ und wie kann Architektur und Boden wieder zur Allmende werden?Wie können wir Architektur die dem Gemeinwohl dient gestalten? Wie sieht ein gemeinwohlorientiertes (Architektur-)büro aus? Wie und wo können sich Architekturschaffende für mehr Gemeinwohl engagieren? Wem gehören Architektur und auch Architekturbüros?