Ein Werkdorf an der Elbe.
Umbau und Sanierung von drei Mehrfamilienhäusern für eine genossenschaftliches Projekt in Billberge.
Ort: 39590 Billberge / Storkau (Elbe)
Jahr: 2025 - derzeit in Planung
Team IFUB*: Johannes Krohne, Merle Sudbrock
Zusammen mit: bzw.dorf (Storytelling), agmm Architekten + Stadtplaner (Architektur Einfamilienhäuser)
Bauleute: vielleben eG
In der Altmark, unweit von Tangermünde und Stendal entsteht unter Mitwirkung des IFUB* ein
Hier sollen Menschen zusammenleben, die sich nach einem entschleunigten, naturnahen und gemeinschaftsorientierten Alltag sehnen. Das Projekt Gutleben Billberge ist ein Dorfentwicklungsprojekt, das direkt an der Elbe um einen historischen Gutshof in Billberge, Sachsen-Anhalt, realisiert wird. Das Gelände besteht aus einer Vielzahl von Bestandsgebäuden, u.a. einem Pferdehof und einer großen Werkstatthalle und wird zu einem großen Teil im Bestand, mit einigen wenigen neu gebauten Ergänzungen geplant. Es verbindet gemeinschaftliches Wohnen mit Raum für Kreativität, Handwerk und nachhaltigem Leben.
Ob Singles, Paare, Familien oder Senioren – alle Generationen sind willkommen.
Besonders ist
denn Billberge liegt mitten im Dreieck zwischen Berlin (ca 125km), Hamburg (ca 205km) und Hannover (ca 200km) und ist nicht nur mit dem Auto, sondern vor allem mit der ICE Verbindung ab Stendal hervorragend angebunden. Das Luftbild zeigt neben der Einbettung ins Grüne eine weitere große Qualität: Die Elbe mit einer Vielzahl an Badestellen ist fußläufig erreichbar. Da Billberge aber auf einem Niveau deutlich oberhalb der Elbe liegt, herrscht trotz der unmittelbaren Nähe keinerelei Hochwassergefahr.
In einem ersten Schritt sollen eine Vielzahl
entstehen. Kleine, neue Holzhäuser von ca. 20 bis ca. 60 m2 werden vom Architekturbüro agmm geplant. Die Sanierung und Transformation von drei schlichten Bestandsgebäuden in lebensfrohe Architektur ist die Aufgabe des IFUB*. Ergänzt werden die Wohneinheiten durch eine Vielzahl gemeinschaftlich nutzbare Flächen wie Werkstätten, Ateliers, ein Coworking-Space, Feierräume, Gärten und ein Gemeinschaftsacker. Diese werden parallel und sukzessive mit den Wohngebäuden entstehen. Das Gesamtkonzept stellt das gemeinschaftliche Leben in den Mittelpunkt. Private Räume sind eher reduziert, gleichzeit bietet das gemeinsam genutzte Gelände mit fast 40.000 m2 ein unglaubliches Entfaltungspotential.
Das IFUB* ist für die Planung der drei Wohnblöcke (Gebäude 5, 7+9, 11) verantwortlich. Dies umfasst
Alle Gebäude werden mit neuen Haustechnikinstallationen, einer umfassenden Wärmedämmung mit neuer Holzfassade sowie einem Terrassenbereich mit großzügigen neuen Öffnungen ausgestattet. Dieser Terrassenbereich wird als Gestaltungselement genutzt, um den Gebäuden ein neues und modernes Erscheinungsbild zu verleihen. Im Inneren werden die bisherigen langen Flure entfernt und in zeitgemäße Wohnungen mit einem großzügigen Wohn-Ess-Küchenbereich und kompakten Zimmern umgewandelt. Die Grundrisse wurden auf der Grundlage der bestehenden Struktur entwickelt, mit dem Ziel, den Umbauaufwand zu minimieren und gleichzeitig größere Kompromisse bei der Raumaufteilung zu vermeiden. Diese können im Laufe des Projekts in Zusammenarbeit mit den zukünftigen Bewohnern weiterentwickelt werden.
Die drei zukünftigen
liegen idyllisch im Grünen. Sie wurden in den 50er Jahren für das CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschland e.V.) geplant und sind daher wie eine Art Wohnheim mit Mittelfluren sowie kleinen Fenstern und ohne Balkone gebaut. Die ehemalige "Wohnheimarchitektur" wird mit geschickten Eingriffen in die Grundrisse und bauliche Erweiterung mit großzügigen Terrassen in zeitgenössisches Wohnungen umgestaltet.
stehen schon seit ein paar Jahren leer, sind aber aus Mauerwerk mit Holzbalkendecken solide gebaut und gut erhalten. Eine serielle Sanierung ist aufgrund der einfachen Grundform relativ einfach und kostengünstig möglich. Hier im Bild das Haus 5.
bieten eine hohe Flexibilität in der Nutzung. Die Aufteilung erfolgt auf den ersten Blick in vier Reihenhäuser für große Familien mit jeweils eigener interner Erschließung (ca. 125-135 m2 und 5-7 Individualzimmer). Die einzelnen Reihenhäuser können jedoch ohne baulichen Aufwand auch in je zwei Wohneinheiten unterteilt werden, die dann im EG kleine Wohnungen (ca. 50 m2 und 1-2 Individualzimmer) und im OG/DG gute Familienwohnungen (ca. 75-85 m2 und 4-5 Individualzimmer) bieten. Da dieses Gebäude kein Hochparterre hat, sind hier auch barrierefreie Erdgeschosswohnungen möglich.
ist dem Haus 5 ähnlich, wird jedoch aufgrund der 90° gedrehten Ausrichtung anders gestaltet. Auch hier liegen je zwei Wohnungen pro Stockwerk am Treppenhaus an, jedoch wird das EG/Hochparterre und das OG in je zwei identischen Wohneinheiten (ca. 60 m2 und 2 Individualzimmer) und das DG in zwei separate, kleinere Wohneinheiten (ca. 35 m2 und 1-2 Individualzimmer) aufgeteilt. Insgesamt also sechs Wohneinheinten. Anders als bei Haus 5, 7+9 sind die Terrassen- und Balkonflächen hier an den Stirnseiten angeordnet um die Privatheit zu schützen. Auch dieses Haus bietet Technik- und Lagerräume im Untergeschoss.
Zusätzlich zu den sanierten Bestandsgebäuden werden durch agmm Architekten und Stadtplaner auch neu gebaute
in den Größen S, M und L geplant, die als ökologische Holzbauten das Ensemble ergänzen.
Das Gelände bietet eine Vielzahl an Bestandsgebäuden die in mehreren Abschnitten sukzessive mit steigender Bewohnerzahl und nach Anforderung zu
umgebaut werden. Im Bild der denkmalgeschützte ehemalige Speicher, der einmal in Teilen als Co-Working-Space genutzt werden soll.
Ihr wollt beim Projekt Gutleben Billberge mitmachen? Dann holt Euch alle Informationen und Kontaktdaten auf www.billberge.de.