Sanierung und Erweiterung von sechs Gebäuden und drei Innenhöfen für Wohn- und Gewerbezwecke.
Ort: Heimeranstraße 68–70 und Anglerstraße 4–6, 80339 München, Schwanthalerhöhe
Jahr: 2025 – in Planung
In ARGE mit ZRS Architekten und dRMM Studio
Team IFUB*: Marco Bross, Johannes Krohne, Merle Sudbrock, Sebastian Klich, Dorsa Harandian, Bernhard Kurz, Clemens Gritl, Mikus Druviņš
In Zusammenarbeit mit: STADT RAUM PLANUNG (Planung Freianlagen)
Auftraggeberin: Münchner Wohnen GmbH
Im Verhandlungsverfahren
in München erhielt das Angebot mit dem Konzept der Bietergemeinschaft von ZRS Architekten, dRMM, IFUB* und STADT RAUM PLANUNG den Zuschlag für die planerische Umsetzung. Im Fokus steht das gemeinschaftliche Denken des gesamten Areals sowie die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum. Die Würdigung des Denkmals, maximaler Bestandserhalt und zirkuläre Bauweise sowie eine umfängliche Barrierefreiheit sind die zentralen Themen des Quartierskonzeptes – bestehend aus sechs Gebäuden und drei Innenhöfen. Durch die Wahrung der im Bestand konservierten „grauen Energie“ wird das Projekt maximal nachhaltig. Der geringe Neubauanteil entsteht mit ökologischen Materialien in nachhaltiger Bauweise und soll möglichst kreislaufgerecht konzipiert werden. Dabei wird stets der gesamte Lebenszyklus betrachtet.
ist ebenfalls von nachhaltigen Prinzipien geleitet. Alles ist darauf ausgelegt, maximale Synergieeffekte aus gemeinschaftlichem Wohnen, Arbeiten und Gewerbe zu generieren. Der Flächenanteil für die Privatwohnung (Wohnfläche pro Person) wird zugunsten von qualitätsvollen Gemeinschaftsflächen bewusst reduziert. Hierbei spielt auch der Lebenszyklus des Quartiers und damit einhergehend die Wandlungsfähigkeit im Hinblick auf den demographischen Wandel eine wichtige Rolle.
Der Hof Anglerstraße
Hauptzugang und neue belebte Quartiersmitte wird der
Hier befinden sich die Zugänge zu Supermarkt mit Café und den ebenerdig angeordneten großzügigen Flächen für gemeinschaftliche Nutzung sowie zu den Treppenhäusern und zu der neuen Mobilitätsstation. Durch die angepasste Höhenlage im Hof wird nun ein ebenerdiger Zugang in die gesamte Erdgeschosszone möglich. Dadurch entsteht eine schwellenlose und fließende Verknüpfung von innen nach außen. Zentraler Treffpunkt bildet die gemeinschaftlich genutzte Erdgeschossfläche des Rückgebäudes. Sie dient als offener Ort für Begegnung, gemeinsames Arbeiten sowie für Veranstaltungen und unterschiedliche Aktivitäten. Für die Bewohnerschaft entstehen künftig Dachterrassen als lebendige Treffpunkte und zugleich als Rückzugsorte für einzelne Mietparteien. Diese sind barrierefrei über die Treppenhäuser zu erreichen.
Es sind Wohnungen in unterschiedlichsten Größen und für eine Vielzahl verschiedener Anforderungen geplant, die allen Bewohnenden eine hohe Anpassungsfähigkeit bieten. Das gesamte Quartier ist
geplant, ohne sich optisch aufzudrängen. Dadurch soll sich eine resiliente und bunt gemischte Nachbarschaft entwickeln, in der alte wie junge Menschen gleichermaßen ihren Platz finden können. Die Erschließungsflächen werden vielfach als hybrid nutzbare Bereiche mit „lebendigen“, sich überlagernden Nutzungen aufgeladen.
Der Hof Heimeranstraße
Auch die beiden anderen Höfe - hier der
werden im Zuge der Sanierung aufgewertet und für das Quartier zugänglich und nutzbar gemacht.
Das Projekt gehört zu den Pilotprojekten des „Gebäudetyps-e“ der Bayerischen Staatsregierung und ist ein Projekt in der Pilotreihe, der „Wohnlabore“ der Landeshauptstadt München. Es wird als Einzelvorhaben vom bayerischen Städtebauförderprogramm gefördert.